04. Feb 2019 von Alvina Dück

3 Inhalte

Die eigentlichen Inhalte stellen das Kernstück der Webseite dar. Da Google zunehmend besser darin wird, Inhalte zu erkennen und zu bewerten, stehen sie auch im Zentrum der Suchmaschinenoptimierung. Neben einer hohen Qualität und Einzigartigkeit der Inhalte jeder Unterseite sollte angestrebt werden, Besucher möglichst lange auf der Seite zu halten. Insbesondere auf die Einzigartigkeit der Inhalte ist großer Wert zu legen, da doppelte Inhalte sich negativ auf die Bewertung durch Suchmaschinen auswirken können. Alle nachfolgend aufgeführten Faktoren müssen bei vorliegen fremdsprachiger Seitenversionen jeweils auch für die genutzten Sprachen optimiert werden.

3.1 Metadaten

3.1.1 Title-Tag

Der Title-Tag stellt eines der wichtigsten Elemente für die Suchmaschinenoptimierung dar. Es hat nicht nur einen Einfluss auf die Positionierung in den Suchergebnissen, sondern wird in den allermeisten Fällen dort auch als Überschrift des Snippets angezeigt. Hierdurch hat es zusätzlich großen Einfluss auf die Click-Through-Rate. Da durch Studien ein Zusammenhang zwischen der Position des Keywords im Title-Tag und dem Ranking der Seite belegt ist, sollte das für die jeweilige Seite relevante Keyword möglichst früh im Title-Tag genutzt werden. Um, auch für Google, eine einheitliche Marke aufzubauen, ist es wichtig, diese Marke in jedem Seitentitel konsistent zu nutzen. Im Hinblick auf die Bedeutung der möglichst frühen Positionierung des relevanten Keywords sollte hier auf das übliche Schema zurückgegriffen werden, den Seitentitel/die H1 gefolgt von der Marke im Title-Tag aufzuführen. Gleichzeitig sollte der Title einer Seite möglichst aus nicht mehr als 55 Zeichen bestehen, natürlich wirken und für den Besucher bzw. Suchenden informativ sein.

3.1.2 Meta-Description

Die Meta-Description hat keinen direkten Einfluss auf das Ranking einer Seite; durch ihre Gestaltung kann aber die Click-Through-Rate beeinflusst werden. Daher sollten die Meta-Descriptions unter Einhaltung der Zeichengrenze von maximal 156 Zeichen so einladend und auffällig wie möglich gestaltet werden. Um das Snippet möglichst einladend zu gestalten, kann es z.B. dem AIDA-Prinzip (Attention, Interest, Desire und Action) folgend aufgebaut werden. Diesem Prinzip folgend sollte mit dem ersten Satz die Aufmerksamkeit des Nutzers geweckt werden; z.B. indem für ihn schnell erfassbar der Nutzen der Seite hervorgehoben wird. Im nächsten Satz wird das Interesse des Nutzers geweckt. Dies kann u.a. durch die Nennung von weiteren Vorteilen, Prädikaten etc. geschehen. Im letzten Satz sollte - z.B. durch Ausnutzung des menschlichen Strebens nach sozialer Erwünschtheit (“X zufriedene Kunden!”) - das Verlangen des Nutzers ausgelöst werden, das Produkt/die Dienstleistungen zu erwerben oder die Seite zu besuchen, was schlussendlich die Aktion des Anklickens auslöst. Eine höhere Auffälligkeit kann insbesondere durch die Nutzung des Hauptkeywords/der Hauptkeyphrase der aktuellen Seite sowie positiv besetzte Symbole (z.B. Häkchen) erreicht werden. Wird der vom Nutzer gesuchte Begriff in der Meta-Description genutzt, wird er im Snippet fett hervorgehoben; das Suchergebnis wird so auffälliger. Auch die Nutzung von Sonderzeichen sorgt für eine höhere Auffälligkeit des Suchergebnisses. Die durch eine gute Meta-Description erreichte höhere Click-Through-Rate kann sich langfristig auch positiv auf das organische Ranking auswirken, sofern weitere Faktoren z.B. wie die Absprungrate dem nicht entgegenstehen.

3.1.3 Canonical-URL

Mittels der Angabe einer kanonischen URL wird den Suchmaschinen mitgeteilt, unter welcher URL die aktuelle Seite indexiert werden soll. Die Implementierung des Canonical-Tags ist grundsätzlich immer dann anzuraten, wenn die Möglichkeit besteht, dass Inhalte unter verschiedenen URLs veröffentlicht werden. Dies kann mehr oder weniger bewusst geschehen, wenn große Teile des Inhalts von verschiedenen Seiten gleich oder sehr ähnlich sind, aber auch unbeabsichtigt, wenn Seiten z.B. unter verschiedenen URLs abrufbar sind (sprechend und nicht sprechend, mit und ohne Dateiendung, mit und ohne www-Suffix, unter verschiedenen Domains etc.). Eine automatische Einbindung des Canonical-Tags ist zwar möglich, sollte aber durch die Möglichkeit einer manuellen Anpassung ergänzt werden, um auch in Fällen unterschiedlicher Seiten mit sehr ähnlichem Content eine Seite bevorzugen zu können. Auf Seiten die mittels robots-Metatag von der Indexierung ausgeschlossen werden sollen, darf keine kanonische URL angegeben werden und sie dürfen auch nicht Ziel kanonischer URLs von anderen Seiten sein, da sonst widersprüchliche Signale gesendet werden, die dazu führen können, dass die Seite fälschlicherweise dennoch indexiert wird.

3.1.4 Hreflang-Attribut

Auf multilingualen Seiten ist in den meisten Fällen die Verwendung von hreflang-Attributen angeraten. Mittels dieser Attribute wird der Suchmaschine mitgeteilt, dass die aktuelle Seite auch noch in anderen Sprachen vorliegt und unter welchen URLs diese Sprachversionen zu finden sind. Dies dient einerseits dazu, kenntlich zu machen, welche Sprachversion in welchen Ländern als Suchergebnis genutzt werden soll, andererseits aber auch dazu, Probleme mit doppelten Inhalten zu vermeiden. Derartige Probleme können auftreten, wenn es z.B. verschiedene deutschsprachige Versionen für die Zielregionen Deutschland, Österreich und Schweiz gibt, aber auch, wenn bspw. ein englischsprachiger Fachartikel in größerem Umfang auf der englisch- und der deutschsprachigen Version einer Seite zitiert wird.

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