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Kraft der Online-Beeinflusser im Marketing

Social-Media Managerin Sabine
Sabine Weiss
06. September 2023
Startbild des Blogbeitrags mit dem Text: Do something great

In einer zunehmend digitalisierten Welt hat sich die Marketinglandschaft verÀndert, und neue AnsÀtze sind erforderlich, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen.

Hier kommt das Influencer-Marketing ins Spiel – eine Strategie, die die Reichweite und GlaubwĂŒrdigkeit von Influencern nutzt, um Produkte, Dienstleistungen oder Botschaften zu verbreiten.

»Getting Influenced«

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Eine weibliche Hand fĂŒhrt eine Maus am Computer

Seitdem es das Internet gibt, sind Influencer ein wichtiges Thema. Wer in die Kategorie "Influencer" fĂ€llt, ist meistens jemand, der eine starke OnlineprĂ€senz und ein hohes Ansehen in einer bestimmten Community hat. Egal, ob auf TikTok, Twitter, Instagram und anderen Plattformen: Ein Influencer hat das Posten auf Social Media zu seinem Beruf gemacht und in der Regel eine große Reichweite aufgebaut.

Der Begriff "Influencer" leitet sich vom englischen Verb "to influence" ab. Im Deutschen spricht man von "beeinflussen". Das passt eigentlich recht gut, denn viele Influencer haben eine sehr aktive Fanbase, die jedes Produkt sofort kauft, welches der "Lieblings-Online-Celebrity" bewirbt.

FĂŒr viele junge Menschen ist dieser Beruf sehr attraktiv. Dementsprechend gibt es viele Micro-Influencer mit einer kleineren Reichweite, die meistens in einer Nischen-Community bekannt sind.

Das gezielte Marketing mit diesen Influencern wird Influencer-Marketing genannt und profitiert von der Reichweite dieser Influencer. Daher ist es wichtig, fĂŒr dein Produkt oder deine Dienstleistung den passenden Influencer zu finden. Im Marketing gibt es verschiedene Arten von Influencern dafĂŒr.

Die Influencer-Typen

Die Markenliebhaber: Diese Art von Influencern sind bekannt, weil sie viele Marken ausprobieren und in der Regel auch die Marken lieben, die sie bewerben. Allerdings sollte man bei diesen Influencern vorsichtig sein, da viele prominente YouTuber und TikToker zu dieser Kategorie gehören und oft in der Presse mit Skandalen stehen.

Die Markenkritiker: Diese Influencer betrachten Produkte kritisch und scheuen sich nicht davor, schlechte Produktbewertungen zu veröffentlichen. Wenn es dir gelingt, diese Influencer von deinem Produkt zu ĂŒberzeugen, ist das natĂŒrlich umso bessere Werbung fĂŒr deine Marke und dein Unternehmen. Wenn du jedoch die Influencer nicht von deinem Produkt begeistern kannst, kann sich das negativ auf das Kaufverhalten deiner Kunden auswirken.

Die Markenexperten: Diese Influencer sind oft in Nischen-Communities zu finden und gelten als Fachexperten fĂŒr ein bestimmtes Thema. Solche Nischen-Influencer sind oft die beste Möglichkeit, fĂŒr ein Produkt Werbung zu machen, da sie in der Regel eine Zielgruppe ansprechen, die sich genau fĂŒr dein Produkt interessiert. Markenexperten nutzen hĂ€ufig ihr Fachwissen, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerten, ohne dabei eine persönliche Meinung abzugeben.

»Aber wie finde ich DEN Influencer?«

DiE Suche Mitarbeiter von den epunks sitzt vor dem Computer und schaut in den Code-Editor

Wichtig hierbei ist, dass nicht jeder Influencer eine gute Entscheidung ist.

Wenn du kleine Spielfiguren herstellst und diese vermarkten möchtest, dann macht es Sinn, sich jemanden zu schnappen, der nicht gerade Fashion und High Society auf Social Media betreibt, sondern vielleicht sogar ein Nischen-Creator ist, der sich auf Spielfiguren fokussiert oder diese sogar sammelt.

Mittlerweile gibt es fĂŒr alles einen Influencer, und die beste Möglichkeit, jemanden fĂŒr dein Marketing zu finden, besteht darin, deine Nische auf TikTok oder Instagram zu durchsuchen. Wenn du SEO-basierte Produkte anbietest, macht es Sinn, auf TikTok einfach nach "SEO" zu suchen und zu schauen, welche Nutzer sich mit dem Thema beschĂ€ftigen. TikTok fungiert durch einen besonderen Algorithmus sowohl als Social Media-Plattform als auch als Suchmaschine. Dadurch ermöglicht TikTok es, eine sehr spezifische Zielgruppe anzusprechen und gibt Nischen-Influencern die Möglichkeit zu wachsen.

Da Nischen-Influencer sich auf spezielle Themen spezialisieren, haben sie in der Regel eine sehr engagierte und treue Community, was fĂŒr den Erfolg deiner Kampagne entscheidend ist.

Jede Plattform hat jedoch auch eine Altersbegrenzung, und wĂ€hrend "lĂ€ngerer Content" wie YouTube, Blogs oder sogar LinkedIn eine Ă€ltere Zielgruppe anspricht, befinden sich die jĂŒngeren Generationen meist auf den Kurzformat-Medien wie TikTok oder Instagram.

»Wann macht Influencer-Marketing Sinn?«

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Eine weibliche Hand fĂŒhrt eine Maus am Computer

Die Empfehlungen von Influencern werden oft als vertrauenswĂŒrdiger wahrgenommen als herkömmliche Werbung, da sie hĂ€ufig auf persönlichen Erfahrungen basieren. Daher ergibt eine Marketing-Kampagne bei vielen Produkten und Dienstleistungen Sinn. Wenn ein neues Produkt auf den Markt gebracht werden soll, kann es durchaus von Vorteil sein, einen Influencer an Bord zu holen, der sich in dem Bereich oder auf dieses bestimmte Produkt spezialisiert hat.

Die Follower der Influencer sind in der Regel sehr engagiert und verfolgen aktiv die BeitrÀge ihrer Lieblingspersönlichkeiten. Dies ermöglicht eine gezieltere Ansprache und hilft, neue Zielgruppen zu erreichen, die sonst möglicherweise nicht erreichbar wÀren.

Influencer helfen auch dabei, Vertrauen in das Produkt oder die Dienstleistung aufzubauen, um potenzielle Langzeitkunden zu gewinnen. Dies ist besonders wichtig, wenn das Produkt Vertrauen erfordert, wie zum Beispiel Gesundheitsprodukte oder Finanzdienstleistungen. Influencer wirken eher wie "echte Personen" mit eigenen Meinungen und Empfehlungen. NatĂŒrlich gibt es den ein oder anderen Skandal bei einigen Influencern, die dadurch bekannt wurden, dass sie sich oft fĂŒr Werbung kaufen lassen. Daher ist es immer ratsam, den ausgewĂ€hlten Influencer fĂŒr ein Produkt grĂŒndlich zu recherchieren.

»Gibt es Nachteile beim Marketing mit Influencern?«

Wie vorhin schon erwĂ€hnt, wirken die Empfehlungen von Influencern oft glaubwĂŒrdiger als die einer "0815"-Werbung, die meistens auch noch als Ad ĂŒbersprungen wird. Seien wir ehrlich, wer schaut sich heutzutage noch die YouTube-Ads oder Twitch-Ads komplett an?

Aber die Verwendung von Influencern fĂŒr eine Kampagne ist nicht immer die beste Option, denn es ist schwierig, die AuthentizitĂ€t zu bewahren, wenn man sich einen grĂ¶ĂŸeren Influencer holt. Diese sind meist nicht auf ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung spezialisiert, sondern haben in der Regel eine breite Reichweite bei jĂŒngeren Generationen aufgebaut.

Deshalb ist die Auswahl des richtigen Influencers entscheidend. Der Influencer sollte zur Marke passen und eine Ă€hnliche Zielgruppe ansprechen. Ein Nischen-Influencer macht daher fĂŒr viele Werbekampagnen am meisten Sinn.

Außerdem gestaltet sich die Messung des Erfolgs einer solchen Kampagne teilweise recht schwierig. Viele Fans von Influencern drĂŒcken schnell auf den "Like"-Button ihres Lieblings oder schauen nicht genauer hin, worum es eigentlich geht.

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Eine weibliche Hand fĂŒhrt eine Maus am Computer

Influencer-Marketing ist zu einem integralen Bestandteil vieler Marketingstrategien geworden. Es bietet die Möglichkeit, Markenbotschaften auf authentische und ansprechende Weise zu verbreiten und gleichzeitig die Verbindung zur Zielgruppe zu vertiefen.

Wenn du daran denkst, deine eigene Marketing-Kampagne mit Influencern zu starten, gibt es hier ein paar Dinge, die du unbedingt beachten solltest:

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»Wie man seine eigene Influencer Kampagne ins Leben ruft«

First things first: money, money, money

»Zuerst musst du herausfinden, wie viel du bereit bist, fĂŒr eine Marketing-Kampagne auszugeben. Jeder Influencer hat eine Vorstellung davon, was Werbung kosten sollte, und diese Vorstellung wird oft von deinem Budget beeinflusst. Influencer gibt es in vielen GrĂ¶ĂŸen und Varianten, und nur weil Influencer 1 viel verlangt, bedeutet das nicht, dass Influencer 2 und 3 genauso teuer sind. Es gibt Nano-Influencer, die weniger als 1000 Follower haben, und Micro-Influencer, die sich zwischen 1000 und 20.000 Followern bewegen. Micro-Influencer sind oft die beste Wahl fĂŒr eine Kampagne.

Search em up!

»Sobald das Budget finalisiert ist, geht es darum, jemanden zu finden, der sich mit diesem Budget zufrieden gibt und auch einen guten Job fĂŒr deine Kampagne macht. Viele Influencer haben eine E-Mail-Adresse auf ihren Social-Media-KanĂ€len, die fĂŒr alle GeschĂ€ftsanfragen genutzt wird. Diese Influencer sind oft schon so weit, dass sie solche Marketing-Deals abschließen, Werbung schalten oder bereits Erfahrungen im Influencer-Marketing gesammelt haben. Das sind die Influencer, die du ins Visier nehmen solltest.

Reach em!

»Influencer sind schwer zu erreichen. Mit einer großen Reichweite steigt die Anzahl der Menschen, die versuchen, Kontakt zu Influencern aufzunehmen. Jeder möchte sein Idol oder seinen Lieblings-Influencer ansprechen, und dementsprechend bleiben viele Nachrichten unbeantwortet, ungelesen oder werden sogar gelöscht. Deshalb solltest du immer die "offiziellen" Wege nutzen, das heißt: die Business-E-Mail oder die vertretende Agentur.

Wenn der Influencer „Ja“ sagt

»Nach dem ersten Kontakt folgt natĂŒrlich die Konversation darĂŒber, was genau dein Influencer eigentlich tun soll. Diese Vereinbarungen sind wichtig, um erfolgreiches Marketing zu betreiben. Du hast bestimmte Vorstellungen davon, wie dein Produkt prĂ€sentiert werden sollte. Es ist sinnvoll, diese Ideen mit dem Influencer zu besprechen und festzulegen, wie die Kampagne ablaufen wird.

DĂ€umchen drehen

»Wenn alles besprochen und in die Wege geleitet wurde, heißt es abwarten, bis der Influencer liefert. Bevor ein Video oder eine Promo von diesem Influencer auf den KanĂ€len live geht, ist es sinnvoll, diesen Content einmal selbst anzusehen, um sicherzustellen, dass alle Vereinbarungen erfĂŒllt sind. Sobald der Content abgesegnet wurde und online ist, gelangen wir zum wichtigsten Teil der Kampagne:

Reviews!

»Die Reaktionen sind entscheidend fĂŒr den Erfolg der Kampagne. Die Kunden werden entweder dazu beeinflusst, dein Produkt oder deine Dienstleistung zu kaufen, und solange das der Fall ist, ist alles in Ordnung. NatĂŒrlich kann es auch negative Reaktionen, mögliche Skandale oder sogar in ExtremfĂ€llen die Angst vor einer "Cancel Culture"-Bewegung geben. AbhĂ€ngig von den Reaktionen muss der Content dann angepasst oder beibehalten werden.

Wir sind zwar keine Influencer, aber Marketing können wir von Kopf bis Fuß.