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New Work - Ein modernes Schlagwort für den Arbeitsalltag 2.0

17. Jul 2019 von Ann-Christin Klos

Was zum Geier ist denn überhaupt dieses „New Work“? Lese eigentlich nur ich ständig „New York“ und freue mich auf einen Reiseartikel, bis ich dann merke, dass es sich dabei um eine moderne Form des Arbeitens handelt? Offenbar war es an der Zeit, die Arbeitswelt zu revolutionieren und einen neuen, englischen Begriff für den Berufsalltag von morgen zu finden. Auf Deutsch klingt „Neues Arbeiten“ auch nur halb so cool und deshalb übernehmen wir einfach einen zusätzlichen Anglizismus in unsere Sprache. Im weiteren Verlauf des Artikels versuche ich deshalb einmal, diese neue Bewegung mit einem Augenzwinkern zu beschreiben das auch so, dass es mit „New Work“ bei dem einen Fremdwort bleibt.

Der Begriff beschreibt also eine neue Philosophie in der beruflichen Szene. Man stelle sich darunter ein futuristisches Büro mit komfortablen Ledersofas vor, in dem man sich morgens an seinen höhenverstellbaren Schreibtisch setzt und einen Mandelmilchkaffee genießt, während der tragbare Rechner mit dem Apfellogo startet. Anschließend öffnet man darauf direkt das Radio-Fenster und beginnt den Tag mit vertrauten Klängen. Nachdem dann ein paar Stunden konzentriert gearbeitet wurde, verlässt man kurz seinen ergonomisch geformten Drehstuhl, holt sich eine Banane aus dem bereitgestellten Obstkorb und kickert eine Runde mit den Kollegen. Vielleicht schaut man auch schnell ein Online-Video mit Dehnübungen und setzt sich passend dazu auf den vorbeirollenden Gymnastikball. In der Mittagspause kann mit dem Bürohund gespielt oder eine kurze Ausdauereinheit auf dem Ergometer, im angrenzenden Sportraum einlegt werden. Je nach Lebenssituation kann die Arbeit aber auch ein paar Tage die Woche ins Heimbüro verlagert werden, wenn man z.B. Kinder, Termine oder eine kaputte Spülmaschine hat die der Handwerker nur zwischen 8 und 13 Uhr reparieren kann. Hinter dieser neuartigen Arbeitsweise steht natürlich stets ein Chef, der seinen Mitarbeitern zu 100% vertraut und selbst ebenso agil arbeitet.

Ich selbst finde „New Work“ gut, bitte nicht falsch verstehen. Dennoch belächle ich die super zeitgemäßen Fremdwörter, die normalerweise in jenem Kontext auf den Leser einschlagen. Auch in unserem Büro wird eine gewisse Lockerheit gelebt und auch hier gibt es Obstkorb und Co. Ebenso kann ich behaupten, dass ich ein optimales Arbeit-Leben-Gleichgewicht habe, doch müssen wir uns deshalb direkt „Fancy Office mit New Work-Elementen“ auf die Fahne schreiben? I doubt it und brauche jetzt erstmal einen veganen Lunchbreak.

Quelle